kubahilfe

Spendenbericht 2010

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Liebe Freunde der „Kubahilfe“, sehr geehrte Damen und Herren!

Entschuldigen Sie bitte, dass mein Info-Brief heuer erst jetzt zu Ihnen kommt aber die Zeit läuft so schnell bei den verschiedenen Aktivitäten dahin und ich wurde leider wieder operiert und war dadurch für mehrere Monate ziemlich beeinträchtigt.

Bevor ich meinen Bericht beginne, möchte ich nicht versäumen, Ihnen, sehr geehrte Spender, wieder zu sagen:

„Vielen herzlichen Dank für Ihre Hilfe!“

Auch möchte ich der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten

für die Vervielfältigung meiner Briefe herzlich danken.

Ihre Hilfe ist ein wichtiger Beitrag zum Gelingen unserer Aktion.

Wir waren vom November 2009 bis März 2010 in Holguin bzw. in Gibara und in Guardalavaca. Wir hatten diesmal bei unserer Reise  € 6.000,- Spendengeld zur Verfügung.

Unser Fokus war wieder auf das Krankenhaus und das Altenheim in Gibara gerichtet. Die Schäden vom Wirbelsturm „Ike“ sind leider nicht so schnell behoben und so haben wir unsere Arbeit, die wir im Vorjahr begonnen haben, fortgesetzt.

Die Krankenhaus- und Altenheimverwaltung ersuchten uns, wenn möglich, nachstehende Einrichtungsgegenstände zu kaufen.

Für das Krankenhaus:

Für die Patientenzimmer 40 Leintücher €    218,88
Für die Milchküche in der Kinderabteilung 1 GasherdTöpfe, Schöpfer usw.

22 Babyflaschen

1 Mixer

4 Armaturen

€    247,55€      25,60

€      31,35

€      45,55

€      72,80

Für das Altenheim:
200 Nachthemden € 1.500,00
150 P. Socken €    195,00
15 Ventilatoren €    513,75
60 Schaukelstühle € 2.7oo,00
70 Zahnbürsten €      52,50
30 Tuben Zahnpaste €      55,50
100 Duschsandalen €    197,80

Gesamtausgaben:                                                                   € 5.856,28

Die Stühle wurden wieder vom gleichen Tischler aus gutem Hartholz angefertigt. Ein Problem war es, das nötige Holz dazu aufzutreiben. Auch den Transport dafür zu organisieren war nicht leicht. Wir brauchten sehr viel Zeit um all die Sachen zu organisieren und zu kaufen, die wir für das Krankenhaus und Altenheim brauchten. Das Einkaufen ist leider nicht so wie bei uns, man muss für die einzelnen Dinge die meisten Geschäfte der ganzen Stadt und manchmal noch die von den Nachbarbezirken aufsuchen um halbwegs alles zu bekommen. In Holguin kann man auch nicht einfach in ein Verkehrsmittel steigen und die Einkäufe erledigen. Die gibt es nämlich nicht. Wir brauchen überall ein Taxi dazu, auch wenn wir in anderen Bezirken die Besorgungen machen müssen. Wenn wir nicht unseren Freund Edel in Holguin hätten, wäre so manches gar nicht möglich gewesen. Z.B. die Beschaffung der Leintücher oder das Nähenlassen der Nachtanzüge. Als Tourist vom Hotel aus könnten wir das nie erledigen. Wir wohnen immer ca. vier Wochen in Holguin bei Edel, um alle Aktivitäten für die „Kubahilfe“ erledigen zu können.

Ich möchte alle Kubafreunde und Menschen mit Solidaritätsgeist sehr herzlich bitten, sich wiederum bei ihren Freunden und Bekannten, vielleicht auch bei Vereinen und öffentlichen Institutionen einzusetzen, um unsere Projekte der „Kubahilfe“ bekannt zu machen. Möglichst viele Spenden wären notwendig, damit wir mit einer „vollen Geldbörse“ im Februar 2011 nach Holguin bzw. Gibara fliegen können, um dort zur Linderung der bestehenden Mängel unseren Beitrag zu leisten.

Bei der Gelegenheit möchte ich nochmals meine neue Kontonummer bei der

Erste Österreichische Sparkasse-Bank bekanntgeben:

00034950184 BLZ 20111 Kennwort: Kubahilfe.

IBAN bei Einzahlungen aus dem Ausland AT892011100034950184

BIC GIBAATWWXXX

Kontoinhaber: Christine Brych

Bitte auch die Daueraufträge in diesem Sinne ändern!!!

Natürlich kommt jeder gespendete Euro nach Kuba zu unseren Projekten und jeder Einzahler erhält jährlich einen Auszug aus dem Kassabuch. Am Einzahlungsschein sollte aber Name und Adresse stehen, sonst kann ich keinen Brief schicken.

Wenn man alle Nachrichten und diverse Berichte in den Medien verfolgt, kommen meine beiden Leitsprüche immer wieder ganz besonders zu tragen:

„Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker zueinander“

sagte Ernesto Che Guevara und

Jesus von Nazaret sagte:

„Was du einem der Geringsten tust, das hast du mir getan“.

Über all das Leid in der Welt könnte man verzweifeln, wenn man nicht die Gewissheit hätte, auch etwas dagegen tun zu können.

Soweit unser Jahresbericht über die Kubareise November 2009 bis März 2010.

Unsere nächste Kubasolidaritätsreise nach Holguin wird am 9. Februar 2011 sein.

Vielleicht haben Sie Interesse, mit uns im Hotel Club Amigo Hotel Atlantico Guardalavaca ab 2. März 2011 dabei zu sein, Es wäre sicher für Sie ein schöner Urlaub.

Im letzten Brief habe ich Ihnen über das Problem der „5“ kubanischen Gefangenen in den USA berichtet. Heute möchte ich Ihnen einen Brief von den kubanischen Patrioten einfügen. Der Brief wurde schon einige Monate vorher geschrieben aber ich habe erst jetzt die Möglichkeit, denselben Ihnen zu übermitteln. Ich habe ihn bekommen, weil ich mich auch beteilige an den Aktivitäten, um die Freilassung der „5“ zu erwirken. Die Inhaftierung der „5“ ist ein international bestätigter Justizskandal aber die Weltpresse schweigt über die wahren politischen Hintergründe dazu.

Mein Mann und ich werden im November an dem „VI. Internationalen Kolloquium für die Befreiung der fünf Gefangen in den USA“ teilnehmen und ich hoffe, dass durch diese internationalen Aktivitäten die Weltöffentlichkeit vermehrt über diesen Justizskandal informiert wird.

Abschrift:

Erklärung von Antonio, Fernando und Ramón nach Abschluss der Verfahren zur Neubemessung ihrer Strafen

Liebe Schwestern und Brüder aus Kuba und aus aller Welt:

Wir haben nun schon 11 Jahre im Gefängnis verbüßt und nach wie vor gibt es auf keiner Ebene des amerikanischen Rechtssystems Gerechtigkeit.

Drei von uns sind wegen der Anordnung des elften Bezirksberufungsgerichts zur Neubemessung unserer Strafen an das Gericht von Miami gekommen, das entschied, dass unsere Strafen auf einem Irrtum beruhen.

Unser Bruder Gerardo Hernández, der zwei lebenslängliche Strafen, plus 15 Jahre verbüßt, wurde willkürlich von dieser Neuverhandlung ausgeschlossen. Seine Lage bleibt die grundsätzliche Ungerechtigkeit in unserem Fall. Die U.S.-Regierung ist sich der Unaufrichtigkeit der Anklage gegen ihn und der Unfairness seiner Strafe wohl bewusst.

Dies ist ein komplexer, schwieriger und bis in alle Einzelheiten vieldiskutierter Prozess, an dem wir mit unseren Anwälten teilnahmen. Wir gaben keinen Fußbreit unserer Prinzipien, unseres Anstands und unserer Ehre auf, indem wir immer unsere Unschuld und die Würde unseres Heimatlandes verteidigten.

Wie sie es auch seit dem Moment unserer Gefangennahme getan hat und bei anderen Gelegenheiten während dieser langen Jahre, schlägt uns die U.S.-Regierung wieder vor, mit ihnen zu kollaborieren, um wohlwollendere Strafen zu bekommen. Wieder haben wir solche Vorschläge als etwas zurückgewiesen, das wir unter keinen Umständen akzeptieren werden.

In den Ergebnissen dieser Neuverhandlungen steckt die Arbeit des Anwaltsteams und die unzerstörbare Solidarität von Euch allen.

Es ist von Bedeutung, dass sich die U.S.-Regierung zum ersten Mal in 11 Jahren verpflichtet fühlte anzuerkennen, dass wir ihrer nationaler Sicherheit keinen Schaden zugefügt hatten.

Ebenfalls zum ersten Mal erkannte die Staatsanwaltschaft die Existenz einer starken internationalen Bewegung zur Unterstützung unserer sofortigen Freilassung an, eine Bewegung, die das Image des U.S.-Rechtssystems in den Augen der internationalen Gemeinschaft beeinträchtigt.

Wieder einmal wurde der absolute politische Charakter dieses Prozesses bestätigt.

Wir, die Fünf,  werden aufgrund von Anklagen bestraft, die nie bewiesen wurden.

Obwohl drei unserer Strafen teilweise reduziert wurden, bleibt die Ungerechtigkeit für uns alle.

Die kubanisch-amerikanischen Terroristen genießen weiterhin Straffreiheit.

Wir wiederholen: Wir Fünf sind unschuldig.

Wir sind zutiefst gerührt und dankbar für die andauernde Solidarität, die ihr uns gebt, die für den Kampf für Gerechtigkeit so entscheidend ist.

Gemeinsam mit euch werden wir fortfahren bis zum letztendlichen Sieg, der nur mit der Rückkehr in unser Heimatland erreicht werden kann.

Gez.: Antonio Guerrero,

Fernando Gonzáles,

Ramón Libañino

Miami, 8. Dezember 2009

Ramon, Fernando, René, Gerardo und Antonio

Ich bedanke mich sehr herzlich für Ihre Treue gegenüber der „Kubahilfe“ und hoffe, dass Sie mich auch weiterhin bei meiner Arbeit unterstützen.

Herzliche Grüße an Sie und bleiben Sie gesund!

Ihre Christine Brych


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